Die britische Heavy-Metal-Band Judas Priest wurde 1969 vom Gitarristen K. K. Downing und Bassisten Ian Hill gegründet. In der Urformation der Band waren außerdem Schlagzeuger John Ellis und Sänger Alan Atkins.

 

1973 wurde Rob Halford von seiner Schwester als Sänger zur Band gebracht. Wenig später heiratete sie Ian Hill. 1974 stieß Glenn Tipton als Gitarrist zu Judas Priest. Zusammen bildeten sie das bekannteste Line-Up der Band, das lange Jahre erhalten blieb und der Band ihr Gesicht gab. Das erste Album "Rocka Rolla" erschien 1974. Zwei Jahre später erschien das Album "Sad Wings Of Destiny". Mit Songs wie "Victim of Changes" und "The Ripper" stieg der Bekanntheitsgrad der Gruppe. Nun wurde ein Plattenvertrag mit CBS/Columbia geschlossen, nachdem sich das vorherige Label nicht kooperativ zeigte.

"British Steel" löste 1980 die Bewegung "New Wave of British Heavy Metal" mit aus. Im Folgejahr erschien das, gehetzt von Presse und Kritik, relativ erfolglose Album "Point Of Entry", welches eher auf den amerikanischen Markt zugschnitten wurde.1982 folgte Judas Priests zweiter Durchbruch mit "Screaming for Vengeance". Aus dem Album wurde die in den USA sehr erfgolgreiche Single "You've got another thing comin'" ausgekoppelt. Platinerfolge in Amerika, Europa und Japan sorgten für eine Kommerzialisierung der Band, worunter aber Musik und Stil nicht litten.

Im Dezember 1983 traten Judas Priest zusammen mit Iron Maiden, den Scorpions, Ozzy Osbourne und anderen Vertretern des Hard Rock und Heavy Metal beim Festival "Rockpop In Concert – The Heavy Metal" in der Dortmunder Westfalenhalle auf. Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) zeichnete die Konzerte auf und sendete im Februar 1984 in einer mehrstündigen Sendung Ausschnitte. Auch mit "Defenders Of The Faith" (1984) blieb Judas Priest auf der Welle des Erfolgs.

1986 beschritt die Band musikalisch neue Wege mit "Turbo", wo erstmals Gitarrensynthesizer verwendet wurden. Es löste aufgrund seiner kommerziellen Ausrichtung Enttäuschung bei vielen alten Fans, aber auch den Zustrom neuer aus. 1987 erschien das zweite Live-Album "priest...live!".

Mit "Ram It Down" (1988) veröffentlichte Judas Priest ein weiteres erfolgreiches Album, welches wieder mit altem Stil bewies, dass bei "Turbo" nur experimentiert wurde. Das Album brachte die Band wieder in die Hitlisten

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1990 erschien dann das Album "Painkiller" mit einem neuen Drummer namens Scott Travis. Mit härterem Sound, ermöglicht durch die professionelle Doppelbass-Technik des Drummers und einem veränderten Stil konnten hiermit wieder viele Fans hinzugewonnen werden. Das Album gilt als eines 'der' Heavy-Metal-Alben überhaupt.

1992 kündigte Sänger Rob Halford seinen Austritt der Band an, was viele Fans am Weiterbestehen der Band zweifeln liess. Später (1998) bekannte er sich offen zur Homosexualität, ein relativ schlecht gehütetes Geheimnis, um das die anderen Bandmitglieder von vornherein gewusst hatten.

1993 erschien "Metal Works". Das Best-Of-Doppelalbum umfasste die erfolgreichsten und besten Songs von Judas Priest zwischen 1977 und 1990.

Als neuen Sänger fand die Band 1997 Tim "Ripper" Owens. Mit neuem Sänger an Bord wurde "Jugulator" aufgenommen und veröffentlicht, das unterschiedliche Reaktionen hervorrief. Trotz des Erfolgs von "Live Meltdown 98" konnten viele Fans Owens nie richtig mit Judas Priest identifizieren und wandten sich von der Gruppe ab. Das 2001 veröffentlichte "Demolition" verstärkte diese Abkehr nur noch mehr.

 

       

Um die von vielen Fans lang erhoffte Wiedervereinigung der Band mit Rob Halford zu ermöglichen, verließ Tim Owens die Band 2003 und wechselte zu Iced Earth. Halford war bis dato mit drei Solo-Projekten ('Fight', 'Two', 'Halford') unterschiedlich erfolgreich. 2004 spielte Priest mit der Metallegende Black Sabbath auf der "Ozzfest Tour".

2005: Am 28. Februar wurde das neue Studioalbum "Angel of Retribution", aufgenommen von dem klassischen Judas Priest Line-Up, veröffentlicht.