Was kostet ein TYPO3-Upgrade? Preisrahmen und was ihn treibt
Ein TYPO3-Upgrade auf Version 14 LTS beginnt bei mir bei 1.000 € netto (zzgl. MwSt.) für eine kleine Website, bei 2.000 € netto für ein mittleres und bei 3.500 € netto für ein großes Projekt. Wo Ihr Projekt landet, entscheiden die Erweiterungen, der individuell entwickelte Code und der Versionsabstand.
Was den Preis bestimmt
Fünf Dinge bestimmen den Preis: die Erweiterungen, der individuell entwickelte Code, die Zahl der übersprungenen Versionen, die Struktur Ihrer Inhalte und Ihr Hosting. Am schwersten wiegen die ersten beiden, an ihnen entscheidet sich, ob ein Upgrade weitgehend Routine ist oder Kleinarbeit an vielen Einzelstellen.
Anzahl und Zustand der Extensions
Jede Erweiterung ist ein eigenes kleines Teilprojekt: prüfen, ob es eine Fassung für Version 14 gibt, anheben, neu konfigurieren, testen. Zehn gepflegte Standard-Erweiterungen sind deshalb schneller erledigt als drei exotische, die seit Jahren niemand angefasst hat. Teuer wird nicht die Menge, sondern der Zustand: Für eine aufgegebene Erweiterung suche ich Ersatz, überführe die Inhalte oder baue die Funktion nach. Wie viele solche Fälle in einer Installation stecken, sieht man ihr von außen nicht an.
Individuelle Templates und Eigenentwicklungen
Ein Standard-Theme läuft meist mit wenigen Anpassungen weiter, ein individuell gebautes Template nicht: Fluid, TCA und Extbase haben sich über die Versionen verändert, jede eigene Extension muss auf die aktuelle API umgeschrieben werden. Den Unterschied macht weniger die Menge des Codes als seine Nachvollziehbarkeit. Sauber gekapselter Code lässt sich zügig anpassen; undokumentierten Code eines früheren Dienstleisters muss ich erst lesen und verstehen. Diese Lesezeit unterschätzen Kunden am häufigsten.
Wie viele Versionen übersprungen werden
Jede übersprungene LTS-Version bringt eigene Umbauten mit. Von Version 12 aus ist der Weg kurz, von Version 9 aus liegen mehrere Etappen dazwischen, darunter die Umstellung auf Composer. Für den Preis zählt aber nicht die Zahl der Etappen, sondern die Zahl der Brüche darin: Umgeschriebene Konfiguration geht schnell, eine verschwundene Funktion braucht Ersatz. Der technische Weg: So läuft das Upgrade konkret ab.
Menge und Struktur der Inhalte
Nicht die Seitenzahl treibt den Preis, sondern die Gleichförmigkeit: 200 gleich aufgebaute Seiten sind ein Durchlauf, 30 Seiten mit jeweils eigenem Sonderfall sind Handarbeit. Aufwand entsteht dort, wo Inhaltselemente aus einer ersetzten Erweiterung stammen und einzeln in ihr Nachfolgeelement überführt werden. Auch alte Dateiverknüpfungen, mehrsprachige Bäume und gewachsene Sonderregeln für Zugriffsrechte kosten Prüfzeit, je unklarer die Struktur, desto mehr davon.
Hosting und PHP-Version
Version 14 setzt eine aktuelle PHP-Version, eine passende Datenbank und Composer-Unterstützung voraus. Erfüllt Ihr Hosting das bereits, entsteht hier kein Aufwand. Läuft die Installation dagegen auf klassischem Webhosting ohne Composer-Zugang, kommt ein Umzug dazu: Umgebung einrichten, Daten übertragen, Domains und Zertifikate umstellen, Mailversand prüfen. Kein großer Posten, aber einer, der im Angebot sichtbar sein muss, damit die Summe am Ende stimmt.
Drei typische Projektgrößen
Eingeordnet wird nicht nach dem Umfang Ihrer Website, sondern danach, was an ihr vom Standard abweicht: bei den Erweiterungen, beim Template und beim eigenen Programmcode. Je mehr davon einzeln angefasst werden muss, desto weiter oben liegt das Projekt. Deshalb kann eine Website mit vielen Seiten ein kleines Projekt sein und eine mit dreißig ein großes.
Kleines Projekt — ab 1.000 € netto
Wenige Erweiterungen, alle aus dem offiziellen Verzeichnis und aktiv gepflegt, kein eigener Programmcode, ein kaum angepasstes Template, ein einziger Versionssprung — meist eine Website bis etwa 20 Seiten. Ich hebe den Core, aktualisiere die Erweiterungen, prüfe alle Seitentypen und stelle nach Ihrer Abnahme um. Dauer: ein bis zwei Wochen.
Mittleres Projekt — ab 2.000 € netto
Mehrere Erweiterungen, darunter angepasste, oder ein individuell gebautes Template; einzelne brauchen eine neue Fassung oder einen Ersatz — meist 20 bis 100 Seiten. Zum Core-Upgrade kommt die Umstellung des Templates auf die aktuelle Fluid-Fassung. Dauer: zwei bis vier Wochen.
Großes Projekt — ab 3.500 € netto
Eigenentwicklungen im Programmcode, aufgegebene oder exotische Erweiterungen ohne Nachfolger, mehrere Versionssprünge — meist über 100 Seiten. Den Ausschlag gibt hier der eigene Code; entsprechend läuft auch die Abnahme in mehreren Runden statt in einer. Dauer: ab vier Wochen.
Kriterien, Seitenzahlen und Dauern sind Orientierung an typischen Projekten, nicht an Ihrem; verbindlich wird das im Angebot. Die Preise beruhen auf meiner Kostenstruktur als Einzelunternehmer: keine Mitarbeiter, keine Büroräume, keine Projektleitung.
Was nicht im Upgrade-Preis enthalten ist
Der Upgrade-Preis bezahlt den technischen Wechsel auf Version 14 LTS und nichts darüber hinaus. Alles, was Ihre Website inhaltlich oder gestalterisch verändert, ist ein eigenes Vorhaben mit eigenem Angebot. Diese fünf Punkte nenne ich vorab, damit sie später weder als Überraschung noch als Nachtrag auftauchen.
- Ein neues Design Ein Upgrade tauscht die Technik aus, nicht die Optik. Ein Redesign ist ein eigenes Projekt.
- Neue Funktionen Was heute nicht auf Ihrer Website ist, kommt durch das Upgrade nicht dazu. Solche Wünsche beziffere ich getrennt.
- Überarbeitung Ihrer Inhalte Texte und Bilder wandern so mit, wie sie sind. Redaktionelle Arbeit steckt nicht im Upgrade-Preis.
- Laufende Wartung Auch Version 14 braucht danach Updates und Backups. Das ist ein Wartungsvertrag, kein Teil des Upgrades.
- Hosting-Kosten Server und Domains zahlen Sie weiter an Ihren Anbieter, unabhängig davon, welche TYPO3-Version darauf läuft.
Was das Upgrade dafür alles umfasst: Zum vollständigen TYPO3-Upgrade-Angebot.
Upgrade, ELTS oder Neuaufbau, was kostet was?
Für eine Website ohne Sicherheitsupdates gibt es drei Wege. Sie kosten unterschiedlich viel, vor allem aber kosten sie auf unterschiedliche Weise: einmalig oder je Jahresabschnitt, mit oder ohne offenen Posten am Ende der Laufzeit. Die Tabelle stellt die Beträge nebeneinander.
| Upgrade auf Version 14 LTS | ELTS für Version 12.4 | Neuaufbau | |
|---|---|---|---|
| Zahlungsrhythmus | einmalig | je Jahresabschnitt, vier Abschnitte | einmalig |
| Betrag | ab 1.000 € netto, je nach Projektgröße | in meinem Hosting 288 € netto pro Jahr und Projekt, 1.152 € netto für den vollen Vierjahres-Lauf; über einen TYPO3-Partner 3.200 € für das vierte ELTS-Jahr im Single Plan, die ersten drei Jahre sind nicht öffentlich gelistet | einmalig, höher als das Upgrade |
| Was der Betrag abdeckt | Core, Erweiterungen, Templates, Tests, Deploy | Sicherheitspatches für den TYPO3-Kern | Technik, Design, Struktur und Inhalte neu |
| Abgesichert bis | 30.06.2029 | 30.04.2029, viertes Jahr bis 30.04.2030 über einen Partner oder in meinem Hosting | 30.06.2029 |
| Was danach noch ansteht | das nächste Upgrade, von aktueller Basis | das Upgrade, es entfällt nicht, es verschiebt sich | das nächste Upgrade, von aktueller Basis |
Quelle der ELTS-Fristen und des Listenpreises: typo3.com, abgerufen am 27.07.2026; der Hosting-Preis ist mein eigener. Beide Wege bekommen Sie bei mir, und wer die Beträge gegeneinander rechnet, kommt trotzdem zu keinem Ergebnis: Ein voller ELTS-Lauf und ein kleines Upgrade liegen so dicht beieinander, dass der Preis die Entscheidung nicht trägt. Sie fällt an dem, was am Ende dabei herauskommt. hergeleitet auf TYPO3 12 ohne Sicherheitsupdates: Ihre drei Optionen. Aus Kostensicht bleibt: Aufschieben macht das Upgrade nicht billiger, denn jede weitere übersprungene Version schiebt ein Projekt Richtung nächster Größe.
Warum ich den Festpreis erst nach der Analyse nenne
Weil ich vorher nicht sehen kann, wie viel Arbeit in Ihrer Installation steckt. Der Extension-Scan beantwortet drei Fragen: welche Erweiterungen eine Fassung für Version 14 haben, welche aufgegeben wurden und wie viel eigener Code angefasst werden muss. Daraus wird ein Preis, der auch hält.
Deshalb nenne ich am Telefon keine Hausnummer. Sie wäre entweder mit Sicherheitsaufschlag zu hoch oder sie hielte der Realität nicht stand, vergleichen können Sie mit beidem nicht. Sie bekommen die Zahl stattdessen schriftlich, zusammen mit dem Zeitrahmen, und der Check davor kostet Sie nichts.
Häufige Fragen zu den Kosten
Fünf Fragen, die im Gespräch über den Preis regelmäßig kommen: warum Preise selten öffentlich stehen, ob es Fördermittel gibt, ob sich die Summe aufteilen lässt, was ein unerwarteter Fund kostet und ob sich der Aufwand bei einer kleinen Website überhaupt rechnet.
Weil der Aufwand stark schwankt und jede Zahl ohne Blick in die Installation angreifbar bleibt. Das ist die falsche Antwort auf eine berechtigte Frage. Ich nenne deshalb Ab-Preise: ab 1.000 € netto für ein kleines, ab 2.000 € netto für ein mittleres, ab 3.500 € netto für ein großes TYPO3-Upgrade. Wo Ihr Projekt darin liegt, entscheidet der Zustand Ihrer Installation.
Mir ist kein Programm bekannt, das ein TYPO3-Upgrade als solches fördert. Digitalisierungsförderung für kleine und mittlere Betriebe gibt es auf Bundes- und Länderebene, die Programme ändern sich aber laufend, und ob ein Upgrade unter die Bedingungen fällt, entscheidet der Träger. Belastbare Auskunft geben Handwerkskammer, IHK oder eine Förderberatung.
Ja, in zwei Raten: 50 Prozent bei Auftragserteilung, 50 Prozent nach der Abnahme. So steht es auch im Angebot, damit beide Seiten wissen, wann was fällig wird. Häufig sinnvoll ist zusätzlich, das Vorhaben selbst zu staffeln — zuerst das Upgrade auf Version 14 LTS, damit wieder Sicherheitsupdates kommen, danach Design oder neue Funktionen als eigenes Projekt.
Nichts zusätzlich, solange es zu dem gehört, was der Extension-Scan gezeigt hat — dieses Risiko trägt der Festpreis. Kostenpflichtig wird nur, was den Umfang verändert: ein Wunsch, der vorher nicht Thema war, oder ein Fund ohne Bezug zum Upgrade. Dann sage ich vorher Bescheid, und Sie entscheiden.
Bei einer kleinen Website beginnt das Upgrade bei 1.000 € netto, der Aufwand bleibt entsprechend überschaubar. Die eigentliche Frage ist, was die Website leistet: Kommen darüber Anfragen, ist sie es wert, abgesichert zu werden. Dient sie nur als Visitenkarte und pflegt sie ohnehin niemand, kann ein kleiner Neuaufbau die bessere Investition sein.